ES HÄTTE AUCH UNS TREFFEN KÖNNEN | Helfen wir den Menschen in der Ukraine!

Das Unvorstellbare ist nun schon seit Wochen traurige Wirklichkeit geworden: In Europa, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sterben unschuldige Menschen oder bangen um ihr Leben, explodieren Raketen, schießen Soldaten aufeinander. Und es wird noch schlimmer kommen, befürchten Experten. Es fällt schwer, dies zu akzeptieren und zu erklären, vor allem, wenn man gemeinsam mit seinen Familien, mit den Kindern redet, telefonieret, Nachrichten schreibt und versucht, anderen Menschen die Angst zu nehmen. Dabei ist das Signal ganz klar: Wir alle wollen keinen Krieg in Europa – wir wollen dauerhaften Frieden!

Viele Menschen haben sich in den vergangenen Wochen n ersten Kundgebungen in den Kommunen und Bundesländern angeschlossen, um dieses Signal weiterzutragen. In Berlin kamen auch an diesem Sonntag wieder viele zehntausen Menschen zum „Sound of Peace“ zusammen. Weitere Demonstrationen für den Frieden sind angekündigt und es werden immer wider Menschen zusammenkommen um zu sagen: STOPPT DIESEN KRIEG!

In Anbetracht der schlimmen Nachrichten, Fotos und Videos aus der Ukraine werden Demonstrationen eher nur symbolischen Wert haben und wahrscheinlich keine konkrete Hilfe bringen. Trotzdem ist es wichtig den Menschen in der Ukraine zu zeigen: Jede einzelne Verwaltung, die Zeichen sendet oder Erklärungen veröffentlicht, jeder einzelnen von uns selbst, der hilft, steht an Eurer Seite. Ihr habt unsere volle Solidarität. Denn es hätte auch uns treffen können in Deutschland – vor dem, zum oder nach dem Zusammenschluss von BRD und DDR. Wir hatten nur das große Glück, dass damals andere Personen im Kreml saßen!

Durch russischen Beschuss zerstörter Wohnblock in Borodyanka, aufgenommen von einer Drohne aus.

Mit Hochdruck arbeiten gerade in vielen öffentlichen Verwaltungen Teams daran, den Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten und in den einzelnen Städten und Landkreisen ankommen, zu helfen. Eine Aufgabe, deren Dimension und Verantwortung wir alle nur abschätzen können. Deswegen muss unsere Solidarität, Unterstützung und Hilfe für die Menschen der Ulkaine ungebrochen weitergehen. Ob finanziell als Spende auf das Spendenkonto von „Bündnis Entwicklung Hilft“ und „Aktion Deutschland Hilft“ mit der IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600 / BIC: COBADEFFXXX (= Commerzbank) / Stichwort: Nothilfe Ukraine. Oder als direkte Hilfe bei der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, die über die offenen EU-Grenzen erst in den Nachbarländer und dann auch bei uns in der Bundesrepublik Hilfe suchen.

Geflüchtete, die nahezu alles verloren haben, sich jedoch in Sicherheit bringen konnten, sind auch weiterhin auf unseren Respekt angewiesen, denn sie können am wenigsten für ihre jetzige Lebenssituation. Das stellt uns alle, als Verwaltungsmitarbeitende wie Privatpersonen, natürlich vor immense Herausforderungen. Ein Beispiel: So schwierig die Umstände sicherlich auch für Schülerinnen und Schüler und Sportvereine in ganz Deutschand sein werden, in den kommenden Tagen und Wochen werden wieder Turnhallen für provisorische Unterkünfte vorbereitet werden müssen. Notwendig wird aber auch ein belastbares Signal der finanziellen Hilfe für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in den Kommunen seitens der Landesregierungen sein.

Die Aufgaben sind mindestens bis zum Sommer groß. Aber wir alle können stolz sein auf das, was in den ersten drei Wochen bereits gemeinsam auf die Beine gestellt wurde. Die Zahnräder greifen ineinander, Prozesse wurden schnell etabliert, Netzwerke in die Gesellschaft aufgebaut. Und es gibt erste Lichtblicke: ukrainische Kinder besuchen bereits unsere Kitas und Schulen und bekommen so glücklicherweise ein wenig Normalität zurück.

Mein Dank gilt bereits jetzt allen Beteiligten, die bei dieser wichtigen Aufgabe tatkräftig mithelfen. Ich sage: „All das, was erreicht worden ist, wäre ohne Ihren Einsatz nicht möglich!“

In diesem Sinne

Nachtrag: Mein eindringlicher Appell an alle, die ungeprüft bestimmten Geschichten und Videos vertrauen: Man weiß um die Möglichkeiten und Wege der von Moskau gesteuerten Lügenpropaganda. Sei es die angebliche Liveübertragung in den russischen TV-Nachrichten aus Mariupol, die ein beschaulichen Stadtleben zeigt inkl. einer Dame, die darum bittet, ihre Mutter „zuhause“ grüßen zu dürfen und sagt: „Sei unbesorgt. Bei uns ist alles ruhig. Es gibt keine Zerstörungen und Kämpfe.“ Oder das Video einer schluchzenden Frau, die auf Russisch erzählt, dass in einem Euskirchener Asylheim ein 16 Jahre alte russische Junge von ukrainischen Flüchtlingen zu Tode geprügelt worden sei. Zwar sagt sie am Ende, dass ihr dies eine Freundin am Bahnhof erzählt habe, aber das Ganze nimmt die Frau im Video so mit, dass sie sich danach ans Herz fasst und zusammenbricht.

Wir wissen, wie es aussieht, wenn in Mariopol auf „die russische Methode“ eine ganze Stadt ausgelöscht wird – nämlich genauso wie einst im syrischen Aleppo. Und die Pressestelle der Polizei in NRW gab bekannt: „Der für Kapitalverbrechen im Bereich Euskirchen zuständigen Polizei Bonn liegen keinerlei Informationen über einen solchen gewalttätigen Übergriff oder gar über einen Todesfall vor. Der Staatsschutz der Polizei Bonn hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Experten gehen derzeit davon aus, dass es sich um ein absichtliches Fake-Video handelt, das Hass schüren soll.“

Geschrieben von und © 2022 für Rainer W. Sauer / CBQ Verwaltungstraining

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