I.M.P.U.L.S.E. | Mit den richtigen Ideen Dinge schnell verändern (1)

„Es ist nicht wichtig, was Du betrachtest, sondern was Du siehst.“ (Henry David Thoreau)

Fachstudien belegen, dass bis zu 2/3 aller Mitarbeitenden und Führungskräfte mit ihrer Arbeit unzufrieden sind, wobei die Quote bei den Mitarbeitenden höher ist als bei den Führungskräften. Weil es den Beschäftigten an Motivation mangelt, geht Tag für Tag viel Arbeitskraft und -zeit verloren. Wenn man aus Beispielen der freien Wirtschaft weiß, dass Demotivation und Langeweile zur Todesursache für kleine und mittlere Unternehmen werden können, dann ist es an der Zeit, auch in der Öffentlichen Verwaltung die alltäglichen Abläufe so zu verbessern, dass die Motivation im täglichen Job-Alltag zunimmt. Das fördert letztlich auch die Selbstachtung der Mitarbeitenden und Abteilungen, Fachbereiche oder Teams arbeiten wesentlich besser und produktiver zusammen. Doch was braucht es, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der möglichst viele gerne und mit Enthusiasmus arbeiten?

Hier setzt der CBQ Baustein „I.M.P.U.L.S.E.“ an, wobei dies als Abkürzung steht für „Ideen managen Probleme und liefern schnell Ergebnisse“. Durch das „I.M.P.U.L.S.E.“-Verwaltungstraining werden

  • in unterschiedlichen Situationen andere oder neue Zugäng eröffnet,
  • neue Perspektiven ins Bewusstsein gerufen,
  • Mitarbeitenden Kraft in schwierigen Situationen verliehen,
  • Anregungen zum Selbstreflektion geboten,
  • Mut machen, Entscheidungen zu treffen und so neu motiviert.

Ein Beispiel: In einem Baudezernat wurden vor einiger Zeit ein Mängelmelder eingeführt und in einem Bauastellen-Blog Bürgerhinweise gegeben. Gleichwohl zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass man hierdurch den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Verwaltungsmitarbeitenen nicht gerecht werden konnte. Teils waren die Infos auf dem Blog bereits recht „verstaubt“, teils wurden die gemeldeten Mängel nicht so abgearbeitet, wie es sich der Melder vorgestellt hatte oder böse Menschen „fluteten“ den elektronischen Postkasten mit sinnlosen Feststellungen. Frust breitete sich aus – auf beiden Seiten – und die Frage „Sollen wir das Ganze wieder einstellen?“ hing wie ein Damoklesschwert im Raum. Dann führte mein „I.M.P.U.L.S.“-Training den Dezernenten und seine Verwaltungskräfte zur Lösung.

Sie kamen in Punkto Baustellenblog überein, dass es doch wohl möglich sein müsse, den Blog so attraktiv zu gestalten, dass die BürgerInnen jeden Tag schon morgens in freudiger Erwartung auf den Blog klicken um tagesaktuelle Infos zu bekommen. Der Verkehrsrechner wurde genutzt um Tageszeiten-aktuell die schnellsten Umleitungsstrecken zu benennen. Umweltsensitive Daten wurden als zusätzliches Extra zugänglich gemacht; der verwaltung lagen diese bereits vor. Und beim Mängelmelder kümmerte sich ein agiles Verwaltungsteam von zwei MItarbeitern um den direkten Kontakt zu den Anmeldern der Mängel, um diesen zu erläutern, wann es klappt oder warum es lange dauert, bis der Mangel behoben wird.

Schon nach wenigen Wochen verbesserte sich die Stimmung der Mitarbeitenden rapide und wurde viel lockerer. Sogar der Dezernent fragte öfteres nach, wie es so mit „unseren“ BürgerInnen laufen würde (was er zuvor eher vermieden hatte) und berichtete der Presse stolz, dass die Idee zu den Verbesserungen von seinen tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekommen sei.

[HIER findet man weitere Beispiele für I.M.P.U.L.S.E.]

Geschrieben von und © 2021 für Rainer W. Sauer / CBQ Verwaltungstraining

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