ZUKUNFTSBILDER 03 | Jenas Weg zur „SmartCity“ im Jahre 2028

Die Lichtstadt Jena hatte im September 2020 als eine von 32 bundesdeutschen Kommunen den Zuschlag für den vom Bundesinnenministerium ausgerufenen „SmartCity-Förderwettbewerb“ erhalten. Im Sommer 2021 gab Benjamin Koppe, als Dezernent für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice auch als strategischer Leiter für Digitalisierungsaufgaben zuständig, einen ersten Zwischenbericht zum Projekt „Jena digitalisiert, lernt und teilt. Unsere Stadt schafft und nutzt Wissen“, das mit einem Fördervolumen von insgesamt 17,5 Mio. Euro (städtischer Eigenanteil = 10 %) vorangetrieben wird.

„Digitale Infrastruktur und Datenpolitik“ sei eines der fünf Handlungsfelder des Projektes und hierdurch sollen als Angebot an BürgerInnen und Wirtschaft noch mehr Daten als bisher selbst veröffentlicht werden können, wie Koppes Digitalisierungsbeauftragte Manuela Meyer erläuterte. Auf einem weiteren Handlungsfeld mit dem Titel „Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr“ sei mit dem bei der Stadtwerke-Jena-Gruppe gestarteten „Smart Quartier“-Umbau von Wohnblocks im Ortsteil Neulobeda schon ein Vorhaben auf den Weg gebracht worden, sagte sie.

Die Lichtstadt Jena in der Nacht mit Scheinwerfern und Laserlicht – AdobeStock#359648281

Insgesamt sei das Förderprojekt auf sieben Jahre ausgelegt, erklärte Bejamin Koppe, wobei er dem Stadtrat halbjährlich einen Statusbericht geben werde. Wichtiges weiteres Handlungsfeld ist seinen Worten nach das „E-Government ++“ mit dem Ziel, alle Verwaltungsdienstleistungen auch auf mobilen Endgeräten anzubieten, was ja nach dem Online-Zugangsgesetz ohnehin angestrebt wird. Zentrales Infrastrukturprojekt sei die „WISSENsAllmende Jena“, eine Urban Data Plattform, die nicht nur Daten sammelt und strukturiert, sondern auch Instrumente zur Generierung von Wissen enthält. Diese Infrastruktur soll mit vielen anderen Projekten verknüpft werden. Dazu gehören Digitalprojekte bei Bildungs- und sozialen Trägern, digitale Logistikkonzepte, das bereits erwähnte „Smarte Quartier“ in Lobeda sowie eGovernmentprojekte.

Schließlich „beackert“ Jena als „SmartCity“ auch noch die Felder „Bildung und Soziales“ sowie „Wirtschaft“. Bei ersterem werde es, den Worten von Manuele Meyer nach, um mehr Bildungsteilhabe und Maßnahmen gehen, die sich gegen die sog. „digitale Spaltung“ richten; ein Ziel, das aber auch mit analogen Angeboten angestrebt werde. Beim Thema „Wirtschaft“ habe man eine Überraschung erleben dürfen, wie Meyer sagte. Denn die ursprüngliche Idee eines City-Logistiksystems sei inzwischen bereits umgesetzt worden durch den digitalen Marktplatz- und Lieferdienst „i-Bring“ ist, für den u.a die Funke-Mediengruppe gewonnen werden konnte.

Geschrieben und © 2021 für CBQ Verwaltungstraining unter Verwendung von Content der Stadt Jena

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