„Ja, ich will!“ ist wohl die klassische Antwort auf alle Heiratsanträge und doch gehen viele Verlobungen am Ende in die Brüche. Die Gründe sind vielfältig und haben doch eines gemeinsam: Erfolg braucht mehr als bloße Absicht. Ebenso ist es mit guten Vorsätzen.
Einige meiner Coachees haben ehrgeizige Pläne und ich unterstütze sie, diese zu erreichen. Viele Coaching-Techniken helfen auch dabei, gute Vorsätze umzusetzen. Da der gute Vorsatz allein nicht ausreicht, ist es notwendig, sich selbst ein klares Ziel zu setzen, denn das ist effektiver als die pure Absicht, weil es spezifisch, messbar und vor allem verbindlich ist, im Unterschied zum oft sehr vagen guten Vorsatz.
Absichten wie „Ich will abnehmen.“ oder „Ich will ab jetzt ein guter Mensch sein“ fehlen neben dem konkreten Ziel auch der Plan, wie das Ziel bis wann konkret erreicht werden soll. Einen Plan zu haben heißt, für sich eine klare Vorstellung davon zu entwickeln, wie man (auch zeitlich) zum Ziel kommen wird. Klingt schwierig, ist aber ganz einfach. Grundsätzlich gilt, das Ergebnis (oder im Sport die Ziellinie bzw. die Weite, Höhe etc.) im Kopf zu fixieren, sich aber noch den ganzen Weg dorthin offen zu halten. Dabei ist es im Rahmen meines NEXT LEVEL-Konzepts vollkommen in Ordnung, immer nur zwei, drei Schritte vorauszuplanen. Ist dann der nächste Schritt geschafft, kommt ein weiterer hinzu. So gehen auch erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler vor.
Hierbei sind SCHLECHTE ZIELE kontraproduktiv. „Ich höre auf zu rauchen“ fühlt sich für unser Oberstübchen nicht gut an, weil plötzlich etwas verboten ist, was einem sonst Spaß gemacht hatte. Der Schalter im Kopf für inneren Widerstand geht an und die Erfolgschance sinkt rapide. Was funktioniert sind GUTE ZIELE. Ein Raucher könnte deshalb gleich zwei hiervon formulieren, etwa 1.) „Ich höre auf zu rauchen und spare damit viel Geld im Jahr, mit dem ich ‚xxyyzz‘ machen kann.“ und 2.) „Ich höre auf zu rauchen, weil ich dadurch fitter werde.“ – So etwas verankert sich ganz schnell im Geist. Anschließend kann man auf einer virtuellen oder echten Liste die gegangenen Schritte abhaken, Das aktiviert das Belohnungsystem im Kopf und macht einen glücklicher.
Geschrieben von Rainer W. Sauer und © 2024 für BRAIN.EVENTS / CBQ & CBQ blue