JEDER MENSCH HAT 10 GEHEIMNISSE: Warum unser Geist immer wieder zu verborgenen Gedanken zurückkehrt

Im Alltag geschieht es häufig: Während wir routinemäßig Tätigkeiten ausführen, beginnt unser Geist zu wandern. Plötzlich tauchen Gedanken auf, die wir eigentlich lieber vermeiden würden – persönliche Themen, ungelöste Konflikte oder Dinge, die wir für uns behalten haben. Solche inneren Geheimnisse können erstaunlich viel mentale Energie binden. Dieses Phänomen wird MindWandering genannt und Psycholog:innen auf der ganzen Welt untersuchen es seit Jahren. Nun gibt es neue Erkenntnisse, die sich mit den Auswirkungen des MindWandering beschäftigen – also dem spontanen Abschweifen unserer Gedanken. Von besonderem Interesse ist, was genau im Gehirn passiert, wenn der Geist immer wieder zu belastenden persönlichen Themen zurückkehrt.

Für eine neue Studie (die man hier finden kann) bat Valentina Bianchi, eine australische Forscherin mit italienischen Wurzeln, die Teilnehmer:innen zunächst, ihre persönlichen Geheimnisse oder ungelösten inneren Themen aufzuschreiben. Im Durchschnitt sammelten sich dabei etwa zehn solcher Themen pro Person. Anschließend sollten sie jenes auswählen, das sie emotional am stärksten beschäftigt – unabhängig davon, ob es mit Beziehungen, Gesundheit, Geld, persönlichen Fehlern oder anderen Bereichen zusammenhing.

Danach bewerteten die Teilnehmer, wie stark dieses Thema mit Scham, Schuld oder innerem Druck verbunden war. In der folgenden Phase der Studie wurde beobachtet, wann diese Gedanken wieder auftauchten. Zu verschiedenen Zeitpunkten hielten die Teilnehmer fest, ob sie innerhalb der letzten Stunde absichtlich oder spontan an dieses Thema gedacht hatten – und wie sie sich dabei fühlten, etwa in Bezug auf Stimmung, Stresslevel, Müdigkeit oder ihr Gefühl von innerer Authentizität.

Das Ergebnis war deutlich: Menschen denken wesentlich häufiger ungewollt an belastende Geheimnisse als bewusst. Genau dieses automatische Auftauchen von Gedanken erwies sich als entscheidender Faktor für emotionalen Stress. Die Forschenden beschreiben dabei immer wieder einen typischen Kreislauf: Negative Gefühle erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein belastender Gedanke spontan auftaucht. Dieser Gedanke wiederum verstärkt die negativen Emotionen – und hält sie oft noch lange aufrecht.

Wie man diesen mentalen Kreislauf unterbrechen kann

Im gehirn-genialen FLEXBRAIN-Ansatz spielt hier die Lenkung der Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle. Wenn ein belastender Gedanke ungewollt auftaucht, hilft es, die Aufmerksamkeit bewusst zurück in den gegenwärtigen Moment zu bringen – etwa zur aktuellen Tätigkeit, zum Atem oder zu konkreten Sinneseindrücken. Der Schlüssel liegt darin, den automatischen Ablauf früh zu stoppen: 1.) das unangenehme Gefühl /// 2. die spontan belastenden Gedanken /// 3. alle verstärkt negativen Emotionen.

Wer lernt, seine Aufmerksamkeit bewusst zu steuern, kann so diesen Kreislauf unterbrechen und dem Geist wieder mehr Flexibilität und Klarheit geben – genau dies ist das Ziel eines trainierten FlexBrain-Mindsets. Mehr Infos unter www.flexbrain.info!

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